Medaka,auch japanischer Reisfisch genannt (Oryzias latipes)
Aktualisiert: vor 4 Tagen
Nach dem ich bereits im Juli 2024 Medakas aus gekauften Eier großgezogen hatte, will ich es im August 2026 nochmals versuchen.
Es sind diesmal Saphir Merdakas, die ich im Westerwald bekommen habe.


Doch zum Zucht Versuch bzw. Großziehen der Eier
Vorbereitet habe ich ein Weinglas, gefüllt mit Volvic Wasser und einem kleinen Tropfen Methylenblau. Dies soll verhindern, dass die frischen Fischeier verpilzen und absterben.

Dann habe ich das Glas in mein Garnelenbecken gestellt. Das sorgt dafür, dass das Wasser keinen Temperaturschwankungen Tag / Nacht unterliegt und die richtige Temperatur zum Schlüpfen gegeben ist. So habe ich schon einmal Medakas und auch Perlhuhnbärblinge zum Schlüpfen gebracht. Das Garnelenbecken wird nicht beheizt und hat Zimmertemperatur.


28.August 2026: Jetzt habe ich die Eier in das Glas gepackt und kann nur noch abwarten, wenn die ersten Larven schlüpfen.

Aber bis es soweit ist, habe ich etwas interessantes über die Madakas gefunden.
Medaka ist die japanische Bezeichnung für lat. Oryzias Latipes: der Reisfisch. Bereits im 17. Jahrhundert wurden Medakas in Japan als Haustiere gehalten und fortan gezielt weiter gezüchtet. Bis heute zählt man bereits über viele hunderte Zuchtformen. Sie wurden für die Freilandhaltung und damit für eine Betrachtung von oben gezüchtet.
Steckbrief
Wissenschaftlicher Name Oryzias latipes bzw. Oryzias sakaizumii
Deutsche Bezeichnung
Japanischer Reisfisch Natürliche Verbreitung Weite Teile Japans, darüber hinaus sind auch Populationen aus Korea, China und Vietnam bekannt Maximalgröße knapp 4 cm Höchstalter < 3 Jahre
Empfohlene Wasserwerte
10-28 °C; pH 6,8-8,0; 4-22 °dH; 100-1.100 µsiem/cm Temperaturtoleranz 4-36 °C (nicht dauerhaft)
Ernährung
Futtergranulat, Lebend- und Frostfutter in maulgerechter Größe Behältergröße zur Dauerhaltung > 20 l
Vermehrung
einfache Vermehrung, es handelt sich um Haftlaicher, d.h. sie heften ihren Laich an Substrate oder in der Zucht an sogenannte "Laichmops" Gewöhnlich paarweises Ablaichen während der Morgenstunden. Anschließend trägt das Weibchen eine mehr oder weniger große Laichtraube vorübergehend mit sich herum. Bis zum frühen Abend werden die Eier einzeln oder als Traube an Wasserpflanzen bzw. einem künstlichen Laichsubstrat abgestreift und sind fortan sich selbst überlassen. Die Eientwicklung ist primär von der Wassertemperatur abhängig und kann im günstigsten Fall (> 27 °C) bereits nach 6 Tagen abgeschlossen sein, aber auch 14 Tage und länger dauern (<20 °C). Dauerhafte Temperaturen unter 10 °C führen zum Absterben der Larven.
Allgemeines
Mit mittlerweile mehr als 1.000 bekannten Zuchtformen ist der Medaka gleichzeitig ein klassischer Aquarien- und auch ein Freilandfisch für die wärmere Jahreszeit (in größeren Behältern auf Balkon, Terrasse und im Garten). Im Freiland lässt er sich ohne großartige Arbeit in Kübeln, Schalen und kleinen Teichen pflegen, die auch gerne bepflanzt sein dürfen.
Vergesellschaftung
Medaka lassen sich durchaus mit anderen Friedfischen vergesellschaften, am wohlsten fühlen sie sich aber im Artenbecken. Der Nachwuchs von Zwerggarnelen könnte als Beifutter angesehen werden. Kleinere Schnecken, insbesondere Posthornschnecken, kümmern sich um Futter- und Kotreste im künstlichen Reisfischlebensraum.
Aufzucht
Spätestens 48 Stunden nach dem Schlupf ist der Dottervorrat der Larven abgebaut, sie benötigen Nahrung. Eine Suspension aus Blütenpollen, feinstes Staubfutter (kann man im Mörser selbst herstellen), Infusorien und (wirklich nur) gerade frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien können als Erstfutter gereicht werden. Bei Temperaturen > 24 °C, regelmäßigem Wasserwechsel und einer ausgewogenen Ernährung (am besten mehrmals am Tag kleine Portionen) ist das Wachstum der jungen Medaka sehr zügig. Einzelne Tiere können so bereits im dritten Lebensmonat die Geschlechtsreife erreichen!
So genug der grauen Theorie. Wenn es mit den Larven weitergeht, werd ich natürlich den Bericht weiterführen und auch Bilder nachreichen.
31.August 2026:
Es sind 11 von den 15 Eiern befruchtet und bis jetzt gesund. 3 Stück sind weiß geworden. ich habe sie dann entfernt, nicht dass sie schimmeln und die anderen dann anstecken. Hoffe drauf, dass alle 11 Larven dann schlüpfen. Jetzt bereite ich mal ein Becken für die Larven vor. Es ist schon sehr lange eingefahren. Ich sollte nur die Bepflanzung etwas reduzieren und die meisten der vielen Schnecken umsiedeln. Einige machen ja Sinn um den Nahrungsüberschuß dann zu beseitigen.
05.September 2026
Es sind 2 Larven geschlüpft. Die erste noch im Weinglas fotografiert

Und hier die Beiden frisch rausgefischt um im Aufzuchtbecken eingesetzt zu werden. Dies läuft schon ein / zwei Jahre und sollte genügend Kleinstlebewesen beherbergen.

Mal sehn wann die nächsten schlüpfen. Noch sind die Eier durchsichtig und nicht verpilzt.
07.September 2026
Eine weitere Larve geschlüpft. Die beiden Andren leben noch.
08.September 2026
Zwei weitere Larven geschlüpft. Die drei Andren leben noch. Ich füttere jetzt mit aufgeschwemmten sehr feinen Staubpulver mit einer Einwegspritze. Die Kleinen schwimmen munter im Aufzuchtbecken umher.


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